KARIESBEHANDLUNGEN

Karies (Zahnfäule) ist ein Prozess, bei dem sich die Zahnsubstanz langsam abbaut und schließlich ein Loch im Zahn entsteht. Unter anderem beeinflussen das Nahrungs- und Hygieneverhalten die Entstehung von Karies. Symptome sind Verfärbungen der Zähne bis hin zu starken Schmerzen. Ohne Behandlung setzt sich Karies kontinuierlich weiter fort. Lesen Sie hier alles Wichtige zu Karies.

Karies: Beschreibung

Was ist Karies? Karies ist eine Veränderung der harten Zahn-substanz, die den Zahn von außen schützt. Die meisten Menschen verstehen unter Karies das sprichwörtliche „Loch im Zahn“. Tatsächlich beginnt Karies aber schon viel früher. Bei Zahnkaries kommt es zu einer zunehmenden Entkalkung (Demineralisierung) der harten Zahnsubstanz (Schmelz und darunter Dentin). Für diese Demineralisierung sind säure-bildende Bakterien verantwortlich. Erst, wenn der Prozess der Entkalkung nicht gestoppt wird, kommt es schließlich zu einem Loch im Zahn.

Der Begriff Zahnfäule ist medizinisch nicht ganz korrekt. Die Zahnsubstanz fault nicht, sie wird abgebaut. Auch der Begriff „Loch im Zahn“ wird eher im alltäglichen Sprachgebrauch benutzt.

Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Arten von Karies, je nachdem, wie viel Zahnsubstanz die Bakterien schon zerstört haben: Bei einem Initialkaries liegt eine noch intakte Oberfläche mit beginnender Entkalkung vor. Bei einer etablierten Karies ist die Oberfläche defekt.

Je nachdem, welche Schichten des Zahnes betroffen sind, werden noch einmal Unterformen unterschieden:

  • Caries superficialis: Defekt im Schmelz (oberflächlichste Schicht des Zahnes)

  • Caries media: Defekt bis zum Dentin (zweite Schicht des Zahnes)

  • Caries profunda: Karies in allen Schichten bis in die Zahnpulpa, in der sich auch Nerven befinden

  • Caries sicca: Karies ist zum Stillstand gekommen

Karies gilt als die häufigste Zahnerkrankung weltweit. Fast jeder Mensch leidet in seinem Leben mindestens einmal an Karies. Milchzähne und bleibende Zähne können gleichermaßen von Karies betroffen sein. Je nachdem, in welchem Alter Karies sich das erste Mal bildet, wird die Frage „Wie sieht Karies aus?“ unterschiedlich beantwortet, da je nach Alter unterschiedliche Bereiche der Zähne besonders betroffen sind.

Bei kleinen Kindern betrifft Karies Schneidezahn und angrenzendes Zahnfleisch zuerst und schreitet dann langsam bis zur Zahnkante fort. Dieser Karies bei Kleinkindern wird auch als Nuckelflaschenkaries bezeichnet und entsteht vor allem durch falsche Ernährung (zum Beispiel mit Zucker gesüßten Tee) der Kinder.

Bei etwas älteren Kindern und bei Jugendlichen zeigt sich Karies oft zuerst auf den Kauflächen. Ursache ist auch hier meist eine falsche (zuckerreiche) Ernährung. Bei Erwachsenen hingegen kommt es vorwiegend zu Karies zwischen den Zähnen. Der Grund dafür liegt zum einen in der falschen oder nachlässigen Zahnpflege oder ebenfalls an stark gesüßte Getränken wie Kaffee oder Tee.

Bei Menschen über 60 Jahren sind vor allem die Zahnhälse von Karies betroffen. Im Alter bildet sich das Zahnfleisch häufig zurück. Das führt dazu, dass die einzelnen Zahnhälse freiliegen. Dort ist allerdings die natürliche Schutzschicht dünner, deswegen kommt es schneller zum Loch im Zahn. Diese Form der Karies wird auch als Wurzelkaries bezeichnet.

Um Kindern die Frage „Wie entsteht Karies“ näher zu erläutern, wurde schon in den 50er Jahren „Karius und Baktus“ entwickelt. Die Geschichte von Karius und Baktus stellt Kindern bildlich dar, was bei Karies in ihren Zähnen passiert. Das Bakterienpaar gibt es heute auch auf Plakaten beim Zahnarzt, in Form von Comics oder in Kurzgeschichten, die vor Milchzähne-Karies warnen.