LACHGAS

Was ist Lachgas?

Lachgas (N2O) ist das älteste und am besten erforschte Beruhigungsmittel. Um 1800 von Humphry Davy bei Selbstversuchen erprobt, löste es beim Chemiker ein angenehm berauschendes Gefühl der Euphorie aus. Nach seiner Entdeckung wurde es auch auf Jahrmärkten und im Zirkus zur Publikumsbelustigung eingesetzt, daher wohl der Name. Lachgas – früher auch Stickoxydul genannt – ist ein farb- und geruchloses, nicht reizendes Gas und wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem. Nebenwirkungen sind selten, Allergien auf N2O bis heute keine bekannt. Während die Verwendung in der Zahnmedizin zur Angstreduktion und Entspannung bisher vor allem in den USA und in Skandinavien weit verbreitet war, hält die Lachgassedierung zunehmend auch in der Schweiz Einzug.

Was bewirkt Lachgas?

Nicht, dass Sie bei einer Lachgas-Behandlung in Gelächter ausbrechen würden. Auch fallen Sie weder in Tiefschlaf noch in eine Vollnarkose. Sondern N2O wirkt beruhigend und schmerzlindernd, löst Ängste, Panikattacken und Verspannungen. Der Patient verliert das Zeitgefühl, ist aber trotzdem jederzeit ansprechbar und bleibt auch bei längeren Behandlungen völlig entspannt.

Verabreicht wird N2O, ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas, in einer speziell auf Sie abgestimmten Dosierung über eine kleine Nasenmaske. Im Gegensatz zu andern Narkosemitteln wie beispielsweise Beruhigungstabletten tritt die Wirkung von Lachgas schnell ein, ist gut kontrollierbar und verflüchtigt sich innert Minuten nach der Behandlung wieder komplett.

Und so empfinden Patienten

Man fühlt sich schwer und entspannt, es kribbelt an Händen und Füssen, ein Wärme- und Taubheitsgefühl stellt sich ein, manche empfinden Euphorie und Leichtigkeit – bei jedem Patienten wirkt Lachgas wieder anders. Daher besprechen wir die individuelle Anwendung und Dosierung vor jeder Behandlung eingehend mit Ihnen.

Oder haben Sie Fragen zu einem bestimmten Punkt? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Lachgas nicht für alle geeignet

Für gesunde Menschen ist eine Lachgassedierung unproblematisch. Unsere Praxis bietet diese vorwiegend für Erwachsene an. Ausserdem sollten auch Patienten mit nachstehenden Einschränkungen oder Krankheiten davon absehen: 

  • Eingeschränkte Nasenatmung

  • Mittelohrentzündung

  • Chronische, obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

  • Neuromuskuläre Störungen (z.B. Multiple Sklerose)

  • Angstzustände und psychische Erkrankungen, die mit Medikamenten behandelt werden

  • Schlafstörungen, welche mit Medikamenten behandelt werden

  • Klaustrophobie (Platzangst)

  • Vitamin B12- und/oder Folsäuremangel/-Störungen

  • Alkoholabhängigkeit

  • Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit 

  • Rauschmittel-Entzug

  • Chirurgischer Eingriff innerhalb der letzten 3 Monate

  • Schwangerschaft

 

Sprechen Sie sich im Zweifelsfalle mit Ihrem Arzt oder Facharzt ab.

Wichtige Hinweise / Vorbereitung vor der Behandlung

ede Behandlung erfordert eine Einverständniserklärung des Patienten. Diese erhalten Sie, zusammen mit dem entsprechenden Infoblatt, in unserer Praxis. Die Einverständniserklärung finden Sie auch hier zum Herunterladen.